Statement
Es geht uns Alle an!! Deswegen mache ich auch mit dieser HP auf dieses Thema aufmerksam. Zumal es im Suchtbereich auch viele Infizierte Menschen gibt.
Durch die Verbreitung der Immunschwäche AIDS hat sich auch das Drogenproblem erneut verschärft. Drogenabhängige, insbesondere Heroinkonsumenten, zählen zu den AIDSHauptrisikogruppen. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass im Fixermilieu immer wieder die gleiche Spritze ausgeliehen und verwendet wird. Durch Blutreste in der Nadel und Kanüle kann es zu Blutzu- Blut-Kontakten und damit zur Übertragung von AIDSErregern kommen. Eine weitere Infektionsquelle sind ungeschützte Sexualkontakte mit AIDS-Infizierten. Viele Abhängige, vor allem Heroinkonsumenten, sehen in der Prostitution eine Möglichkeit, die für die Sucht und für den eigenen Lebensunterhalt – nicht selten auch für den des drogenabhängigen Partners – benötigten Geldmittel zu beschaffen. Wer entsprechende Kontakte im Drogenmilieu hat oder aufnimmt, sollte sich der AIDS-Risiken bewusst sein. Schicksale In Baden-Württemberg führt der Konsum von Rauschgift jedes Jahr für viele junge Menschen zu schweren gesundheitlichen Schäden bis hin zum Tod. In den Medien erscheint oft nur eine kleine Randnotiz – dahinter stehen aber Menschen und Schicksale. Hier einige Beispiele:
•Auf dem Heimweg von einer Technodisco kommt nachts ein mit sechs jungen Leuten besetztes Fahrzeug von der Straße ab und rast in eine Baumgruppe. Die 20-jährige Fahrerin sowie zwei Mitfahrer werden getötet, die drei weiteren Insassen schwer verletzt. Die toxikologischen Untersuchungen ergeben, dass die Fahrerin unter der Einwirkung von Ecstasy stand.
• Der 19-jährige Stefan K.* konsumiert seit einiger Zeit Kokain, Crack, LSD, Cannabis und Ecstasy (Polytoxikomanie = Ein nehmen verschiedener Drogen). Eine Überdosis von Ecstasy verursacht bei ihm eine besonders starke Rauschwirkung und führt nach kurzer Zeit
zu Lähmungserscheinun gen und starken Atembeschwerden. Stefan K. verstirbt an einer zentralen Atemlähmung infolge des Missbrauchs von Ecstasy, Der herbeigerufene Notarzt kann nur noch den Tod feststellen.
• Die 21-jährige Andrea H.* wird von ihrem Vater tot in der Badewanne auf gefunden. In ihrer Hand tasche findet man eine Spritze und ein Briefchen Heroin. Sie hatte sich eine tödliche Heroindosis injiziert. Die Statistikzahlen sind eher geeignet, den einzel nen Menschen und sein Elend zu verdecken und verschwinden zu lassen. Heute, morgen oder über morgen wird der nächste Rauschgifttote entdeckt werden. Für manchen viel leicht nur eine weitere Num mer in der namenlosen Statistik. Die Polizei in Baden- Württemberg registriert jedes Jahr mehr als 3000 Erstkonsumenten „harter“ Drogen (überwiegend Heroinkonsumenten). Die Zahl der polizeibekannten Verbraucher dieser „harten“ Drogen bleibt nahezu unverändert. Und dies, obwohl die Polizei Rausch gifthändler dingfest macht und Rauschgifte erst gar nicht auf den Markt gelan gen lässt. Aber das ist eben nur ein Teilbeitrag – Wirksamer wäre es, zu verhin dern, dass Rauschgiftsucht entsteht. Ein erster Schritt in diese Richtung kann durch Auf klärung erfolgen: durch Aufklärung für Drogenkonsumenten, für gefährdete Jugendliche, für Eltern und Erzieher; durch Aufklärung, die die Entstehung einer Konsumbereitschaft verhin dert oder aber zumindest ein rechtzeitiges Erkennen der Gefahren ermöglicht.
Notrufnummern für Deutschland:
Feuerwehr und Rettungsdienst: 112
Bundesweite Sucht- und Drogenhotline: 01805-313031
Polizei: 110
Vergiftungszentralen: Deutschland: 030/19240
Österreich: 01/406 43 43
Schweiz: 145